Datenschützer stoppen Fahndung der Polizei auf Facebook
Seit März 2011 fahndete die Polizei Hannover nach Straftätern auf Facebook, das Ganze war ein deutschlandweites Pilotprojekt. Dabei postete die Polizei personenbezogene Fahndungen auf die Fan-Page.
So teilten über 57.000 Facebook-Nutzer einen Fahndungsaufruf zu einem Mordfall an einer Studentin.
Mit dieser Methode sammelte die Polizei unzählige Hinweise und konnte sogar nach eigenen Angaben Acht Fälle über Facebook-Hinweise lösen.
Doch damit ist nun Schluss, das Innenministerium prüft nun die Bedenken des niedersächsischen Datenschutzbeauftragten Joachim Wahlbrink. Dieser kritisiert das personenbezogenen Daten auf die Server von Facebook in die USA übertragen werden. Und dafür fehlt wohl eine gesetzliche Grundlage.
Meine Meinung:
Ich finde da übertreiben die Datenschützer mal wieder ein wenig, den personenbezogenen Daten können meiner Meinung nach ruhig in der USA liegen wenn man dadurch Hinweise sammelt, die z.B. bei der Fahndung nach einer vermissten Person helfen. So wurde bereits ein vermisst gemeldetes Mädchen wieder gefunden, nachdem die Polizei die Daten bei Facebook postete. Also ich bin ganz klar dafür so etwas Deutschlandweit zuzulassen!
Was ist deine Meinung dazu? Übertreiben die Datenschützer? Oder sind Ihre Bedenken berechtigt?



Ich kann beide Seiten verstehen.
Auf der einen Seite ist es sehr hilfreich und rettet unter Umständen Leben und trägt dazu bei, dass
Straftäter gefasst und Ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können.
Auf der anderen Seite sollte man aber auch beachten, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht beachtet werden muss. Meiner Ansicht nach dürfen personenbezogene Daten nicht einfach auf einen Server in den USA übertragen werden ohne, dass es eine klare Regelung über die Handhabung der Daten gibt. Man stelle sich vor, es trifft einmal einen Unschuldigen, dessen Daten dann im Internet kursieren. Bei dem Gedanken, dürfte sich keiner wohl fühlen, weil es ja auch die eigenen Daten sein könnten.
Daher mein Vorschlag: Die Sache an sich finde ich persönlich gut, nur sollte es eine klare gesetzliche Regelungen über die Verarbeitung, Nutzung und Löschung dieser Daten geben, so dass die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen gewahrt bleiben. Hier sollten der Gesetzgeber und die Datenschützer schnell handeln und sich zusammensetzen und ein Konsens finden, damit das Verfahren weiter genutzt werden kann. Der Erfolg spricht ja für sich.